Krankenhaus

Das hat mich das Wochenende über wirklich beschäftigt, die Aussicht, mit Laurin am MO zu einer Untersuchung ins Krankenhaus zu müssen. Ich habe vor einigen Tagen einen Knubbel neben seinem Schienbein entdeckt und beim Impftermin letzte Woche der Kinderärztin gezeigt. Sie meinte, das sollte man lieber untersuchen lassen, auch wenn sie denke, daß es nichts gravierendes sei. Nach einigen Schwierigkeiten, überhaupt einen Termin zur Untersuchung zu bekommen, den dann doch letztendlich die Ärztin ausgemacht hat, weil man mich abwimmeln wollte, sind wir also gestern morgen gestartet, vollkommen ins Ungewisse, denn ich wußte überhaupt nicht, welchen Umfang das ganze haben würde. Wir haben eine Einweisung ins KH dabei gehabt, aber wohl nur, weil sie ihn dort sonst nicht untersuchen würden.

Papa hat sich frei genommen, Paula wollte ja auch gehütet werden. Wir sind dann halb 10 gestartet, um pünktlich dort zu sein, Laurin war etwas unwillig und trödelte dementsprechend.
Über eine Stunde mußten wir dann warten, ehe wir dann mal einen Arzt sahen, der hat sich erstmal meine Story angehört und des Knaben Bein beguckt. Dann wurde er vermessen (104 cm und 16,5 kg) und Blutdruck gemessen, sehr interessant das ganze. Eher unglücklich war die Tatsache, daß nur durch einen Vorhang getrennt grad ein anderes Kind einen Zugang gelegt bekam und das nicht klaglos vonstatten ging. Da ich nicht wußte, was noch kam und eine solche Prozedur vielleicht auch noch Laurin bevorstand, wollte ich meinem mitfühlenden Kind diesen Anblick ersparen. Also schnell wieder raus und ins Spielzimmer, das leider stark bevölkert, aber schlecht mit Spielsachen bestückt war. Wie gut, daß ich meine eigenen Buntstifte dabei hatte und Bilderbücher.

Grad als Laurin äußerte, daß er dann auch mal Hunger hätte, gabs auch schon was für ihn, sehr nett oder? Nur Mama hat sich mit den Resten begnügen müssen. Gegen 1 wurden wir dann zum Röntgen geschickt. Im Warteflur saß eine Familie mit sehr dunkler Hautfarbe, und Laurin fragte mich „flüsternd“ (mir klingelte das Trommelfell), warum die denn so schwarz wären. *räusper* Als ich ihm erklärte, daß alle Leute eben unterschiedlich wären und andere Haare und Haut hätten usw., haben die gegrinst und meine entschuldigenden Gesten abgewunken.
Als wir endlich dran waren und Laurin den Röntgenapparat sah, war es mit der Kooperation ganz schnell vorbei. Das riesige Ding, das da an der Decke hing, paßte wohl nicht zu seiner Vorstellung, wie seine Knochen fotografiert werden sollten. Heulend klammerte er sich an mich und nix ging mehr. Die Röntgentante war aber nicht so geduldig, wohl eher nicht auf Kinder spezialisiert, also haben wir ihn letzendlich festgehalten, denn ich dachte mich, daß ein Versuch eine halbe Stunde später nicht anders ausgehen würde, denn der Knabe war durch das lange Warten einfach schon total daneben. Als er dann aber merkte, daß wirklich nichts schlimmes passiere, kein Krach kam und der Apparillo scheins wirklich fest an die Decke geschraubt war und keine Anstalten machte, sich auf ihn zu stürzen, lief das 2. Bild ganz enspannt über die Bühne. So dackelten wir wieder zurück zum Hauptgebäude und warteten weiter.

Dann die Begutachtung des Bildes und ein Ultraschall, auf beiden war nix zu erkennen…. der Oberarzt kam hinzu, ein sehr uriger Mensch, der totale Ruhe ausstrahlte und den Eindruck vermittelte, er habe alle Zeit der Welt und erstmal mit Laurin über Fußballspielen quatschte und ihm die Zehen kraulte. Als er den Knubbel schallte, sah man schon eher was.

Ende vom Lied aber war, daß das wohl ein alter Bluterguss war, der sich eingekapselt hat, kommt oft vor, sitzt aber selten an einer so exponierten Stelle, direkt vor der Kante des Schienbeins und fällt so auf. Kann sein, daß er verschwindet, bleibt aber auch gern mal, sollte nur nicht größer werden, man sollte das im Auge behalten, weitere Konsultation ist aber eigentlich nicht nötig.
Kurz vor 15 Uhr waren wir dann endlich fertig.

Zur Belohnung gings dann ins Spielzeuggeschäft, Laurin wollte ein Feuerwehrauto haben. Hätte er auch direkt bekommen, wenn sich meine Vorstellung davon dort gefunden hätte. Aber Modellbau-Autos sind noch nix, 70 Euro für ein Legodings war mir zu viel und kleine Spielzeugautos hat er genug. Also wurde es dann ein Puzzle mit Feuerwehr und eins mit Müllauto, der Knabe war zufrieden, auch wenn er lieber die Werkzeugkiste von Manny gehabt hätte.. aber ich glaub, die wär nach 2 Tagen aus dem Fenster geflogen. Warum sind diese Teile immer so irre laut und nervig?

Leider haben wir Oma und Opa verpaßt, die auf einen Sprung vorbeigeschaut haben, und Paula war scheinbar nicht damit zufrieden, daß Papa sie mittags ins Bett gebracht hat, denn gepennt hat sie nicht. Dafür war die Nacht relativ störungsfrei, nur einmal mußte ich trösten gehen, weil beide gejault haben. Laurin wieder richtig rum ins Bett gelegt und zugedeckt, Paula kurz geschmust und dann auch wieder ab ins Bett.. so geht das doch prima.

Heut hat Laurin Großeltern.Tag und ich kann etwas von dem aufholen, was gestern liegen blieb.. WäscheWäscheWäsche…

2 Gedanken zu „Krankenhaus

  1. Es ist sehr interessant mal die ganze Maschinerie aus einer anderen Sicht zu hören. Und ich werde den Kindern jetzt erklären, dass der Röntgen-Fotoapparat nicht mit einer Digicam zu vergleichen ist.
    Ich bin sehr froh, dass der lange Tag letzendlich zu einem harmlosen Ergebnis geführt hat.
    Dörte

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