Sortier-Tier

Wir haben auf der Küchenfensterbank immer eine alte Dose stehen, in die in regelmäßigen Abständen das Kleinvieh aus der Geldbörse entleert wird. Alle paar Monate bringe ich es dann zur Bank und lasse es dort durch die Maschine und zahle es aufs Konto ein.
Üblicherweise landet in dieser Dose nicht nur Kleingeld, sondern auch aller möglicher anderer Kram. So hab ich zB lauter Münzen für den Einkaufswagen darin gefunden, die ich verloren geglaubt habe, Schlüsselanhänger und vor allem ausländische Währung, da der Gatte doch des Öfteren mal dienstlich verreist. Den Zählautomaten hab ich damit derart verstopft, daß ein Angestellter bestimmt 10 Minuten gebuddelt hat, bis die ganzen Taler wieder raus waren. Vor allem die großen Franken waren ein Problem. Aber da hab ich nicht mehr dran gedacht, als ich die Dose schwungvoll in den Schacht entleerte..

Nun ja. Den Rest der Dose hab ich jedenfalls wieder mitgebracht und nun spielt Laurin seit Tagen hingebungsvoll mit dem Geld „Sortieren“. Paulas sämtliche Töpfchen und alles, was sich sonst noch anbietet… Ich weiß, daß Geld nicht sauber ist… aber das Training… wenn er nachher im Kindergarten ist, schmeiß ich den Kram mal in kochendes Wasser. Dann ist auch Papa beruhigt..



Essen ist fertig!

Heutige Herausforderung:
a) Möglichst viel Gemüse der letzten Gemüsekiste wegmachen, denn heute kam schon die neue.
b) Von gestern noch 2 grobe Bratwürstchen übrig
c) Kinder so integrieren, daß sie in der Küche/näheren Umgebung im Auge zu behalten sind.

Also kamen auf die Kochfläche 1 Tasse Couscous, 1 Zucchini, 2 halbe Paprika (*gg* siehe unten), 1 Möhre, 1 Zwiebel, 2 Bratwürstchen, 1 kl. Tetrapack pürierte Tomaten (ca. 200 ml), Sahne, Harissa, Salz und Butter.

CousCous ungefähr 2 zu 1 aufgießen (1 Tasse CousCous auf 2 Tassen heißes Wasser, dazu 1/2 TL Salz und 1 TL Butter), etwa 15 Min. quellen lassen, nochmal kurz aufkochen. Geht sicher auch mit Brühe.
Laurin wetzte schon sein Messer, er durfte Gemüse schneiden und Fleisch umrühren, Paula kämpfte derweil mit den Küchenhandtüchern, warf sie sich über den Kopf, spielte Kuckuck und wälzte sich auf dem Boden. Ich mußte bei jedem Schritt schauen, daß ich sie nicht trete.

Das Hack in kleinen Brocken aus dem Darm in die Pfanne drücken und scharf anbraten. Derweil kann das große Kind schon mal mit dem scharfen Messer (ich sag euch, meine Nerven, aber er macht das prima) die Zucchini kleinmetzeln in kleine Stücke schneiden, die Paprika in kleine Würfel schneiden (und dabei die halbe Paprika auffressen), die Möhren und Zwiebeln hab ich lieber selbst geschnitten.
Hack aus der Pfanne nehmen und Gemüse braten, in der Reihenfolge Möhren – Paprika – Zwiebeln – Zucchini. Wenn alles schön klein ist, ist es schneller gar. Dann die pürierten Tomaten dazu, etwas mit Sahne und Wasser angießen, einkochen lassen. Zum Schluß würzen, vorsichtig mit dem Harissa, wenn Kinder mitessen, ich hatte etwa 1 EL. Als Gewürz hatte ich eine orientalische Mischung, es schmeckt sicher auch mit italienischen Kräutern.

Ich hab mir vor einiger Zeit einen elektrischen Häcksler bei A**i gekauft, der ist prima zum Zerkleinern von Essensmengen fürs mitessenende Kleinkind (Gläschen? WER ISST DENN SOWAS? *spuck*), also Gemüse, Hack und Soße vermatscht und dann mit dem Couscous vermischen. Und Rein damit!
Laurin hat wohlgemerkt direkt nach dem KiGa ein belegtes Brot bestellt und während des Kochens eine halbe Paprika vernichtet. Sein Teller war fast leer… „Mama, aber nun ist der Bauch SO VOLL, da paßt kein Pudding mehr rein!“

Papa, wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht für Dich:
Die gute: Es war wirklich lecker!
Die schlechte: Betonung liegt auf WAR… alles vernichtet. Aber Du magst ja eh kein Paprika *breitgrins*

Laßt Bilder sprechen!

Heute die kleinen Stühle…

Oder: Wenn man direkt vom Fußboden ißt, dann fällt das Essen nicht so weit runter…
Oder: Es geht doch nichts über ein gut trainiertes Immunsystem. Wird Zeit, daß ich mein neu erworbenes Wischwerkzeug teste… hinterher.


Wir verkosten hier übrigens Bio-Dinkelflakes.

Von Laurin gibts ein ähnliches Bild

Satt…

Gläschen waren gestern… jeweils nach einem halben gibts Gebrüll und wildes Gewedel in Richtung meines Tellers.. ok. Dann heut mal eben Zwiebel-Sahne-Hähnchen mit Spaghetti in Tomaten-Knoblauch-Soße. Die Oma sagt immer, das Kind stinkt wie ein T*rke… aber wenns doch schmeckt?

Kletter-Paula

… noch nicht laufen können, aber klettern wie Luis Trenker..
„Klettern, ich?“

„heeheee… doch erwischt!“…

Sie stand wirklich oben auf dem Brett, und die Kamera lag neben mir, aber ehe ich sie angemacht hatte, war sie mit schuldbewußter Miene schon wieder runtergestiegen… manchmal ist sie schon ein kleines Lu.der. Macht Mist und dreht sich dauernd grinsend zu mir um, ob ich wohl was sage… und wenn ich mit dem Zeigefinger wedele, macht sie das nach und kichert: Hehe!

Spielzeug

Laurin hat einen Spielzeugkatalog in die Hände bekommen. Nun liegt er bäuchlings auf dem Teppich und allenthalben tönt es vom Boden: Mama, so was will ich mal haben!

Und das vorm Frühstück und nach einer sehr durchwachsenden Nacht… ich fühl mich so verknittert wie ein chinesischer Faltenhund. Und außerdem hab ich heut noch einen Frosch zu beseitigen.. *seufz*

Aua!

„MAMA, das tut weh, wenn man die Wäscheklammer an die Lippe macht!“…

Ja… nu… wem nicht?

Makkaronchini mit Spinat-Speck-Zwiebelsoße

(Leider ohne Bild, wer wohl die Kamera wieder verschlampt hat?)

Wenn ich mal von der Geschwindingkeit, mit der das Essen in den Mündern verschwand (Paula rupfte mich die ganze Zeit am Ärmel, damits schneller weitergeht), und den Resten auf dem Teller (nämlich KEINE!) auf die Geschmacklichkeit des Essen schließen darf, dann wars wohl nicht schlecht… sehr viel Rest zum probieren ist jedenfalls für Papa nicht übrig geblieben.

Hach, wie schön… ich versteh gar nicht, warum manche Leute keinen Spinat mögen. Hier geht er immer schneller weg, als ich gucken kann.

Leberwurstbrot

.. mit Stäbchen kann auch nicht jeder. Papa hat Laurin diese Stäbchen für Kinder aus Japan mitgebracht, und er kann das wirklich prima. Teils klappt das Essen damit schneller als mit den Fingern, denn Laurin mag keine babbischen Hände und putzt dauernd mit dem Tuch ab.