Wer nicht hören will…

muß fühlen.
Laurin hat die dumme Angewohnheit, seine Klamotten durch die Gegend zu feuern nach dem Ausziehen. Ob es die Jacke, die Schuhe, abends die Sachen oder auch das Spielzeug ist. Alles fliegt rum, ich sabbel mir den Mund fusselig.

Heut hatte ich endgültig genug. Ich sage: Laurin, zieh das Tshirt aus und leg es in den Wäschekorb. *WUUUTSCH* Bob der Baumeister hatte Flügel und sauste 3 Meter weit durch die Lüfte. Da brannte mir die Sicherung durch, Laurin saß heute sowas von auf seinen Ohren. Tshirt geschnappt, Fenster auf, Tshirt raus, Fenster zu. ALAAARM!!!!
OKAY Kumpel, Du gehst jetzt runter, holst es wieder, packst es in den Wäschekorb. NEEIIIN! Dann bleibt es da liegen, kein Problem. NEEEEEIIIIIIIIIIIIN. Ab runter! In Unterwäsche? Mir doch egal, hättest Du Dr eher überlegen sollen…..*stapf*

Nach dem Baden fragte er mich dann nochmal, warum ich das aus dem Fenster geworfen habe. Lieber Sohn, Deine Mutter ist Sternzeichen Löwe und mit dem entsprechenden Temperament gesegnet, sei froh, daß es nur das Tshirt und nix zerbrechliches war.
Ich erklärte ihm, daß ich keine Lust hätte, immer alles 6 Mal zu sagen, wenn ich ihm was sag, was er machen soll. Standardantwort WAS? und dann keine Reaktion ist nervig (ich war ja schon drauf und dran, ihm beim HNO einen Hörtest machen zu lassen, aber im Kindergarten hört er primstens!). Also sag ich es einmal, vielleicht noch ein zweites Mal und dann fliegt das Zeug meinerseits.
Laurin: Und dann hol ich es wieder!
Ich: ich kann es ja auch gleich in den Müll schmeißen, wenn das in Zukunft nicht klappt.
Er: OOOODER…. ich kann gleich hören, wenn Du mir was sagst! Das ist doch eine gute Idee oder?

Die beste, Sohn. Wie war das? Man muß das ganze so geschickt anfangen, daß er denkt, dieses Ergebnis sei auf seinem Mist gewachsen… klappt auch bei Männern! *zwinker*

Nun bin ich mal gespannt, wie das so weitergeht mit dem Hören, den fliegenden Sachen und überhaupt. Die Zügel werden etwas gestrafft, denn Paula zickt seit einigen Tagen auch rum, sie scheint sich am schlechten Beispiel des großen Bruders zu orientieren. Mal sehen, ob wir das Ruder noch rumreißen können.