… über die 7 Berge.. das erste Mal wieder auf Geschäftsreise, seit Laurin auf der Welt ist, und gleich so lange.. 10 Tage müssen wir ohne unseren Papa auskommen. *schnüff*
Laurin hat das noch nicht realisiert.. aber die paar Stunden am Frankfurter Flughafen fand er sehr beeindruckend. Wir sind extra mit der Bahn rüber zu Terminal 2 gefahren, weil es dort einen McD mit Ausblick aufs Rollfeld gibt.. nun, man kann ja nicht nur Flieger gucken *räusper*. Aber Laurin war derart mit Schauen beschäftigt, daß er den einsamen Pommes in der Hand kalt werden ließ.. und da diese ein eher seltenes Vergnügen sind, will das schon was heißen.
Danach sind wir noch zur Oma gefahren und waren etwas shoppen. Das kleine Monster Mein Sohn war danach nicht gewillt, wieder in seinen Autositz bugsiert zu werden. Laut kreischend und um sich tretend wand er sich mehrfach wieder raus, ich war total fertig und meine Brille etwas deformiert, was der für eine Kraft hat! Aber irgendwann hab ich ihn dann doch überredet, und auf der ganzen Heimfahrt hat er mir was vorgesungen *grins*… nein, geheult hat er nicht, aber nach „Alle meine Entchen“ klang das auch nicht grade. Wenigstens ist er nicht eingeschlafen, sonst hätte ich hier meine Last gehabt, ein angemüdetes Kind zum Essen zu bekommen.
So hat er seinen Grießbrei in nullkommanix gemampft, dann gabs Pippi Langstrumpf (kommt Samstags kein Sandmännchen?) und dann eine Runde planschen, um das Kind für noch etwas neues gut einzustimmen: ein neues ZuBettGeh-Ritual.
Bisher lief es immer so: einer von uns Beiden (3 Mal dürft ihr raten, wer von uns Beiden das in 90% der Fälle war) hat sich mit Laurin aufs Sofa gesetzt und ihm die Flasche gegeben, bis er auf dem Arm eingeschlafen war. Kann 5 Minuten dauern, aber auch mal ne Stunde, und manchmal wachte er beim Umbetten auch wieder auf und heulte los wie eine Sirene. (Meist gehts das auch nachts so, wenn er wach wird). In Anbetracht der Tatsache, daß mein Bauch dann in absehbarer Zeit im Weg sein wird und so ein 11 kg-Brocken auch nicht grad mit dem kleinen Finger zu wuppen ist, mußte da was geschehen. Also dachte sich Mama, die 10 Tage bis Papas Rückkehr werden diesbezüglich mal genutzt, um eine Linie reinzubringen, damit Papa mir nicht ins Handwerk pfuscht nicht doch nachgibt, wenn die kleine Heulboje Alarm gibt.
Also dachte ich mir, schmusen, Flasche im Bett geben, bissi spielen lassen und dann gute Nacht sagen und raus. Wie ich gedacht habe, kaum steuerte ich auf die Tür zu: BRÜÜÜÜLLLLLL!!!! Die Flasche flog durchs Zimmer und man konnte meinen, das Kind hat sonstnichtwas, außer nur seinen Willen nicht bekommen.
Die 2 Minuten auf dem Flur waren die längsten meines Lebens.. (ich hab mir nur die MutMach-Schilderungen von Claudia immer wieder vor Augen geführt, da ging es dann.)
Dann also wieder rein, Laurin auf den Arm genommen, mit ihm auf den Stuhl ans Bett gesetzt und noch bissi Milch trinken.. ZACK, nach 3 Minuten war er eingeschlafen.. äh… Okee? Morgen werd ich ihm die Milch gleich auf dem Sofa geben und danach hinlegen, daß die Flasche nicht wieder rumfliegt..
Mal sehn, wie es heute nach läuft, da wirds auch keine Milch mehr geben, er trinkt nämlich nicht aus Durst, sondern weil er Milch so liebt.. also nur Tee oder Wasser. Hatte ich ja schon erfolgreich eingeführt, war nur bei Papa noch nicht verinnerlicht.. herber Rückschlag also.
Also zur Gedankenstütze an Mama: Wenn er nach 10 Minuten noch nicht wieder willens ist zu schlafen, raus und brüllen lassen, nach 3 Minuten wieder rein, nach 3 Minuten wieder raus… bis es sitzt.
Hart aber herzlich… muß doch irgendwie mal klappen…
Armer Laurin,
da kommen schwere papa-freie Zeiten auf dich zu. Aber wenn deine Mama recht hat, dann hat sie recht, so leid es mir tut. Ich drück ihr ganz doll die Daumen, dass alles klappt! 😀
Liebe Grüße
Krümel